Kurz erklärt
Ein Raumlufttechnisches Gerät (RLT-Gerät) ist ein modulares Gerät, das Luft filtert, erwärmt, kühlt, befeuchtet und über die Luftkanäle eines Gebäudes umwälzt. Ein gewerbliches oder industrielles RLT-Gerät wird auftragsbezogen für einen bestimmten Luftvolumenstrom, externen statischen Druck und eine bestimmte Filterklasse ausgelegt. Es ist nicht dasselbe wie ein „Luftbehandlungsgerät“ für Wohngebäude oder ein kompaktes Rooftop-Gerät.
Dieser Zielkonflikt ist real. Für eine Halbleiterfertigung legten Koven-Ingenieure ein Außenluftgerät so aus, dass es bei Dauerbetrieb 24/7 45 % relative Luftfeuchte hält, denn ein überdimensioniertes Gerät würde stärkere Schwankungen der Luftfeuchte verursachen und im Betrieb mehr kosten, als der Kunde dafür bezahlt hat. Deshalb legt Koven Geräte anhand der Lastkurve und nicht anhand des Katalogs aus.
Koven Air löst das Problem an der Quelle. Jedes Gerät wird aus 1.000+ modularen Optionen konfiguriert. Präzisionsausführungen halten die Regelgenauigkeit bei ±0,5°C / ±2 % RH.
Praxisnah betrachtet: Größer ist nicht immer besser
Ein RLT-Gerät zu überdimensionieren, ist eine verbreitete Annahme, die sich rächt – und ein teurer Fehler. Ein Gerät, das 30 % über der tatsächlichen Last ausgelegt ist, taktet häufig, weil das Register keinen stationären Betriebszustand erreicht. Dadurch verschleißt es schneller und regelt die Luftfeuchte schlechter. Die Effizienz schützt man nicht durch überhöhte Spezifikationen, sondern indem man das Gerät auf die tatsächliche Last abstimmt.
Problem
Kataloggeräte zwingen zu Kompromissen bei Luftvolumenstrom, Filterung oder Platzbedarf.
Ursache
Festgelegte Produktreihen decken nicht jeden Betriebspunkt ab. Deshalb spezifizieren Käufer die Geräte oft größer als nötig.
Lösung
Modulare Gerätesektionen, ausgelegt auf den tatsächlichen Betrieb.
Nachweis
Bei mehr als 100 Geräten in der Tesla Gigafactory wurde eine Temperaturgenauigkeit von ±1°C erreicht.